Aktuelles und Ergänzungen
Kleinere Fortschritte bei Ancestry
Ich habe mir nochmal einige der Dokumente genauer angesehen, die mir zur Herkunft von Großvater und Großmutter väterlicherseits vorliegen. Spätestens mit Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde der sogenannte "Arier-Nachweis" für die Rassenideologie der Nazis immer wichtiger. Viele der Dokumente stammen daher als Abschriften aus den Jahren 1939 bis 1942. Und die sich dann fast automatisch ergebenden Verknüpfungen in Ancestry zu dort schon vorhandenen Dokumenten, lassen den Stammbaum ein wenig wachsen, auch wenn vieles unklar bleibt. Mir fällt mehr und mehr auf, dass auch in offiziellen Dokumenten Namen falsch geschrieben sind. In meinem Stammbaum tauchen die Namen "Dreyer", "Pippirs" und "Obersteller" auf - in einigen Dokumenten wird daraus "Dreier", "Pipirs" und "Oberstaller". Ich gehe dann immer davon aus - sofern ich das nicht eh schon genau weiß - dass die am häufigsten auftauchende Schreibweise die korrekt ist. Bei dem Namen "Dreier/Dreyer" kommt erschwerend hinzu, dass so wohl ein Zweig väterlicherseits als auch mütterlicherseits diesen Namen getragen hat. Ich muss dann immer genau aufpassen, ob "Dreier" falsch dokumentiert ist oder ob die Details zum jeweils anderen Zwei gehören.
![]() Aktueller Stand Stammbaum Killert/Pippirs |
![]() Aktueller Stand Stammbaum Loerzer/Borchert |
Auch die DNA Verknüpfungen über die sogenannten "ThruLines" sind sehr interessant. Das sind DNA Matches, die gleichzeitig mit Überschneidungen im Stammbaum zusammenpassen. Da habe ich zwei Matches von Personen gefunden, die mit mir einen gemeinsamen UrUrgroßvater haben. Daraus ergeben sich dann weitere sehr interessante Verzweigungen. Aber ganz ehrlich - ich komme da kaum hinterher. Es gibt immer noch hunderte Hinweise in Ancestry denen ich nachgehen muss. Ein interessantes aber wirklich zeitfressendes Hobby.
Scans der Negative sind abgeschlossen
Die vielen Negative, die mir mein Cousin hat zukommen lassen, sind nun alle gescanned. Es waren einige Highlights dabei, die ich schon auf einigen Seiten hier eingefügt habe. Meine Mutter als Teenager in Lübeck, viele Urlaubsfotos von Verwandten aus den 50/60er Jahren - insbesondere meine Oma Martha Lörzer zeigt sich auf diesen Fotos auch mal von der fröhlichen Seite, was ich bis dato gar nicht kannte. In Kürze gibt es dazu noch weitere Infos.
Die liebe Technik - Infos zum Scannen von Negativen
Ich habe einen kleinen Artikel technischer Natur geschrieben - es geht dabei um das Digitalisieren von Negativen und welche Dinge man dabei beachten sollte. In einem weiteren Artikel werde ich mich mit den "Nachschärfen" alter, gewölbter Negative beschäftigen. Hier geht es zu dem ersten Teil des Artikels Blick in die Vergangenheit - Scannen von Bildern
Aktueller Stand der Bearbeitungen und letzte Änderungen / Ergänzungen
Die ersten Negative, die mir mein Cousin Michael zur Verfügung gestellt hat, habe ich mittlerweile ausgewertet - allerdings bisher nur einen kleinen Teil. Aber ich habe direkt ein paar Highlights gefunden. Zu denen habe ich eine Seite zu erstellt, denn viele der Fotos stammen aus dem Anfang der 1950er Jahre und lassen sich beim ersten richtigen Zuhause der Lörzers in Lübeck verorten. Hier das Ergebnis.
Außerdem habe ich viele Dokumente und Fotos von meinen Onkel Ulrich Lörzer erhalten. Da hat sich aufgedrängt eine Seite mit ganz alten Fotos aus Ostpreußen von der Zeit vor dem 2. Weltkrieg zu erstellen. Das Ergebnis gibt es hier.
Ancestry und die DNA
Außerdem ist das Ergebnis meines DNA Tests für Ancestry fertig. Mich hat ganz besonders die geografische Aufteilung der DNA Gemeinsamkeiten interessiert. Und es hat keine Überraschungen gegeben. Die Verteilung hat ihren Schwerpunkt im Raum Lettland / Litauen / Kalingrad, also den Gebieten des früheren Ostpreussens. Auch die Ausdehnung in eher südliche Gefilde passt zu den bisherigen Erkenntnissen, insbesondere den Verbindungen der Familie Lörzer in das Salzburger Land.
Darüber hinaus gab es drei Verbindungen zu Verwandten vierten Grades und Massen an Verbindungen mit noch weniger Gemeinsamkeiten (< 1%), die aber alle auf wahrscheinliche Schnittstellungen im Stammbaum hinweisen. Diese aber zu finden, dürfte nicht einfach sein. Überhaupt ist die Masse an Hinweisen und Informationen in Ancestry so groß, dass ich noch lange brauchen werde, um diese abzuarbeiten.
Durch die vielen neuen Dokumente und Fotos war es auch notwendig, viele bereits vorhandene Seiten zu ergänzen. U.a. habe ich auf der Seite "Tragik und Zuversicht" drei Fotos und ein weitere Gedicht von Meta Wiemer ergänzt.
Was sich auch aufdrängt ist ein Bericht zur Vorgehensweise beim Erstellen dieser Seite und die technischen Hintergründe zum Scannen und Bearbeiten der Fotos. Das ist eine Wissenschaft für sich nd ich könnte mir vorstellen, dass sich Menschen mit einer ähnlichen Begeisterung für das Konservieren alter Dokumente dafür interessieren könnten. Dazu in Kürze mehr
Die letzten Beiträge und interessante Links
- Blick in die Vergangenheit - Scannen von Bildern
Das Scannen von Fotos und Negativen ist eine Wissenschaft für sich. In diesem ersten Teil einer Serie für Nerds erzähle ich von meiner Vorgehensweise beim Scannen von Fotos und Negativen. - Ein Vergleich Damals ./. Heute - Besuch in Bonn in den 60er Jahren
Durch Zufall habe ich zu einem Foto aus den 1960er Jahren ein Negativ gefunden und damit einen weiteren Bildausschnitt, mit dem es mit möglich war, das Foto exakt zu lokalisieren. Meine berühmten Damals ./. Heute Schiebebilder zu machen, war daher naheliegend. - Die Oma unterwegs : Martha Lörzer schreibt an ihre Kinder und verfasst einen Reisebericht, August 1956
In dem Familiennachlass findet sich ein Brief aus dem August 1956. Das ist ein Phase, in der die Kinder von Martha Lörzer langsam anfangen, ihr eigenes Leben zu leben. Joachim Lörzer ist bereits verheiratet und die Hochzeit der ältesten Tochter Dorothea steht kurz bevor, denn Martha Lörzer macht sich explizit Gedanken über die "Moneten" und die "Aussteuer". - Das traurige Schicksal von Erwin und Lothar Wiemer
Von allen Dokumentation auf diesen Seiten, ist dies wohl die traurigste und auch nach so vielen Jahren noch berührend. Erwin und Lothar Wiemer waren Opfer des Krieges, so wie zigtausende, junger, deutscher Soldaten. Erwin Wiemer starb im August 1944. Und zu der unsäglichen Trauer einer Mutter kommt dann die Ungewissheit um das Schicksal des jüngeren Sohnes Lothar... . - Zu Hause - Gedanken von Meta Wiemer
Von meiner Großtante Meta Wiemer existiert ein Notizheft, dass unter dem Titel "Zu Hause" abgelegt ist. Noch steht die "Übersetzung" aus dem Sütterlin aus - hier aber schon mal vorab die handgeschriebenen Seiten, 14 Doppelblätter. - Tragik und Zuversicht - Die beeindruckende Gedankenwelt von Meta Wiemer
Bei meiner Arbeit an der Ahnendokumentation gibt es ein Schicksal, das mich immer wieder ganz besonders beschäftigt hat - meine Großtante hat im Krieg beide Söhne verloren, vier Brüder und auch ihr Ehemann starb nur wenige Jahre nach Ende des Krieges. Die Heimat verloren zu haben und irgendwie weiter zu leben, bis ins hohe Alter von 89 Jahren, ein Mensch gewesen zu sein, von dem man nur positive Erzählungen gehört hat - das ist, bei all dem Leid, den so ein Mensch durchgestanden haben muss, in mehrerer Hinsicht herausragend. - Versuch einer Annäherung - Über meinen Großvater Gustav Lörzer
Über viele Jahrzehnte kannte ich ihn nur von einigen wenigen s/w Fotos und von den Erzählungen meiner Mutter. Jetzt mit intensiver Beschäftigung mit der Ahnendokumentation ergibt sich mit vielen Puzzlestücken eine neue Tragik, aber auch eine Annäherung zu diesem Menschen, den ich gerne kennengelernt hätte. -
Briefe von der Urgroßmutter
Ein bisschen 100 Jahre alter Gossip gefällig? Die Urgroßmutter schreibt ihrer Tochter Meta "Methel" Lörzer und berichtet über den Alltag - irgendwo zwischen Ärger, fetten Gänsen und der Räucherkammer. Und ein zweiter, viel späterer Brief, zeigt viel Ungewissheit. Es ist ein ganz besonderes Zeitdokument. Es sind die letzten Zeilen im Leben von Lina Lörzer, die 1935 an Tuberkulose stirbt. Tragisch, aber ihr bleibt damit das Durchleben schwerer Schicksalsschläge, nämlich der Tod all ihrer vier Söhne und von zwei Enkeln im 2. Weltkrieg, erspart. -
Ein schicksalhafter Besuch - 1956 in Troisdorf
1956, wenige Monate, nachdem sich meine Eltern kennengelernt haben, besuchen sie den Halbbruder meines Vaters und seine Familie im Rheinland in Troisdorf. Ob damals schon die Entscheidung gereift ist, dass sie selbst bald nach Troisdorf ziehen würden und bis an ihr Lebensende dort bleiben werden? Eine Spurensuche und ein Vergleich mit dem Trosidorf von heute. -
Ein interessanter Zufall aus dem Jahr 1988
Bei meiner Konfirmation am 01. Mai 1988 wurde ein interessanter Zufall aufgedeckt. Der Pfarrer in Oberlar mit dem "Schaudinn" war abends bei der Familienfeier bei uns zu Besuch und Joachim Lörzer hat sofort erkannt, dass es eine Verbindung zwischen den Namen Lörzer und Schaudinn gibt. -
Erfahrungen mit Ancestry
Masse ist Klasse. 60,- EUR pro Halbjahr kostet der Zugang zu Ancestry, eine der führenden Plattformen für Ahnenforschung. Ich habe dort alle mir bekannten Infos aus der Chronik von Joachim Lörzer eingegeben und einen Stammbaum mit fast 1.200 Personen zusammengestellt. Ich werde noch eine ganze Weile brauchen, um alle Hinweise abzuarbeiten.


