Neue Erkenntnisse - Mai 2026
Im Zuge meiner Nachforschungen schaue ich immer mal wieder die vielen Files auf meinem PC durch. Die vielen Images oder die PDFs mit Dokumenten, die ich gesammelt habe. Dank immer besserer KI, egal ob ChatGPT oder Gemini, kann ich auch viele handschriftliche Einträge oder Notizen transkribieren, was wiederum neue Erkenntniss zu Tage fördert.
So konnte ich zum Beispiel erstmals die Einträge aus dem Wehrpass meines Großvaters Franz Killat ganz exakt auslesen und etwas, dass bisher nur Gerücht aus einem kleinen Artikel gewesen war, untermauern. In einem Artikel des "Memeler Dampfbootes" heisst es:

Fundstück im Internet mit einigen Fragezeichen
Das wiederum sehe ich im Zusammenhang mit den kurzen Briefen eines "Major Fischer", dem laut Notiz meines Vaters mein Großvater das Leben gerettet haben soll.
Durch das Entziffern des Wehrpasses kenne ich jetzt das genaue Datum der Auszeichnung und weiß, in welchem Batallion mein Großvater damals gedient hat. Damit habe ich mich jetzt an das Militär-Archiv des Bundesarchivs gewendet und warte jetzt auf eine Antwort. Das "Pour-Le-Merite" war eine recht seltene Auszeichnung und es gibt auch Bücher mit Details zu allen Auszeichnungen. Die habe ich aber bisher nirgendwo einsehen können.

Auszeichnung vom 11.09.1918
Ich bin bisher davon ausgegangen, dass diese Auszeichnung im Zusammenhang mit der Schlacht bei Tannenberg steht, aber die fand bereits im August 1914 statt. Das passt nicht zusammen. Der Zusammenhang mit anderen Urkunden, die diesen Zusammenhang aber nahelegen, ist mir noch nicht ganz klar.
Ich habe außerdem weitere handschriftliche Notizen entziffern können, die im Zusammenhnag mit Lothar Wiemer und seinem Verbleib im 2. Weltkrieg einhergehen. Allesamt Stellungnahmen ab 1947 von seinen Kameraden, addressiert an Meta Wiemer, seine Mutter. Es sind dort keine größeren Erkenntnisse zu gewinnen, aber die Namen und die Verbindungen, die dort aufgezeichnet sind, könnten ggf. auch für Dritte, die Ahnenforschung betreiben, einen dokumentarischen Charakter haben.
Hier ein Beispiel der Korrespondenz, die ich entziffern konnte - genauere Details dazu demnächst als Update auf der Seite zu diesem Thema.
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Im Stammbaum väterlicherseits, mit den Namen Killat, Pippirs, Kibelkzis gibt es nur wenige Fortschritte. Das liegt an vielen verschiedenen Schreibweisen der Namen, denselben Vornamen bei den Vätern und Söhnen, wo man eine Geburtsurkunde dem Vater zuordnet, was aber gar nicht möglich ist, da dieser laut einer auf den gleichen Namen ausgestellten Sterbeurkunde, bereits tot war. Ich habe in Ancestry einiges entwirrt und die sehr fragilen Zuordnungen anhand der Angaben von anderen Ancestry Nutzern zum großen Teil wieder rausgenommen.
Was also hier wie ein Durcheinander aussieht ist der momentane, bereinigte und halbwegs gesichtere Stand im Stammbaum-Ast väterlicherseits:

Wer soll da noch durchblicken?
Eine Sache ist mir dabei aufgefallen: Viele Urkunden sind damals mit "XXX" unterzeichnet worden - die Annahme, dass speziell die "Killats" aus einfachen Arbeiterverhältnissen kamen, ist sehr zutreffend. Gerade im beginnenden 18. Jahrhundert gehörte die Familie meines Vaters zumindest im expliziten Stamm mit dem Namen Dreyer/Obersteller ganz offensichtlich nicht zum Bildungsbürgertum. Das macht die Rückverfolgung nicht leichter.

Karoline Dreyer, geb. Obersteller, meine UrUrgroßmutter, war "schreibunkundig"
All diese Erkenntnisse packe ich in den kommenden Wochen in jeweils überarbeitete Seite der Personen, die es betrifft mit hinein. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen :-)
Ich habe außerdem eine kurze Novelle mit dem Titel "Morbus Anima" geschrieben - das ist eine literarische Darstellung eines Teils meiner Familie, die ich einfach aufschreiben musste. Dazu demnächst auch weitere Informationen.

